103 erſcheinen. Aber die laͤcherlichſten Scenen ergeben ſich, wenn Faͤlle vorkommen, wie heute der unſrige, die ins politiſche hinuͤberſpielen. Herr Jobſon iſt ein gewaltiger Eiferer fuͤr den proteſtantiſchen Glauben, ſomit ein großer Freund der jetzigen Anordnung in Kirche und Staat, und dazu hat er ohne Zweifel ſeine eigenen voͤllig zurelchenden Gruͤnde. Nun hat aber ſein Herr und Meiſter eine in⸗ ſtinktartige Anhaͤnglichkeit an die Meinungen beibehalten, die er ehemals offen bekannte, bis er ſein politiſches Glau⸗ bensbekenntniß in der patriotiſchen Abſicht aͤnderte, um die
Geſetze gegen die unberechtigten Moͤrder des Roth⸗ und
Schwarzwilds— der Rebhuͤhner und Haſen, aufrecht zu er⸗ halten; er kommt nun in eine beſondere Verlegenheit, wenn der Eifer ſeines Gehuͤlfen ihn in gerichtliche Maaß⸗ regeln verwickelt, wobet ſein fruͤherer Glaube betheiligt iſt⸗ und ſtatt ſeinen Eifer zu unterſtuͤtzen, ſetzt er ihm ge⸗ woͤhnlich ein doppeltes Maas von Traͤgheit und Willens⸗ ſchwaͤche entgegen. Dieſe Unthaͤtigkeit entſteht aber keines⸗ wegs aus wirklicher Dummheit. Im Gegenrhell, fuͤr ei⸗
nen Menſchen, deſſen groͤßtes Vergnuͤgen in Eſſen und
Trinken beſteht, iſt er munter, froͤhlich und eine lebens⸗ luſtige alte Seele, was ſeine angenommene Stumpfheit noch unterhaltender macht. Bei ſolchen Gelegenheiten nimmt ſich Jobſon wie ein abgetriebener Klepper aus, der einen uͤberladenen Karren ziehen ſoll, er ſchnaubt, baͤumt und ſperrt ſich, um den Friedensrichter in Bewegung zu ſetzen; die Raͤder knarren, krachen, drehen ſich langſam um, und die große, uͤberwiegende Laſt vernichtet die An⸗ ſtrengungen des willigen Thiers, kurz der Karren kommt nicht vorwaͤrts. Ja, man hat den armen Klepper ſchon klagen hoͤren, derſelbe Juſtizkarren, den er bei manchen


