Teil eines Werkes 
47. Band, Ivanhoe : 5. Theil (1827)
Entstehung
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die Erinnerung an die Schwlerigkeiten, mit denen ihre Verbindung zu kaͤmpfen hatte, erhoͤhte noch ih⸗ re Neigung. Allein es waͤre Unrecht, wenn man ſtreng unterſuchen wollte, ob nicht die Erinnerung an Rebekkens Schoͤnheit und Hochherzigkeit oͤfter vor des Ritters Seele trat, als der ſchoͤne Sproͤß⸗ ling Alfreds gebilligt haben moͤchte.

Ivanhoe zeichnete ſich in Richards Dienſten aus nug erhielt noch viele Beweiſe koͤniglicher Huld. Er wuͤrde auch wohl noch hoͤher geſtiegen ſein, wenn nicht der fruͤhzeitige Tod des heldenmuͤthigen Loͤwenherz vor dem Schloſſe Chaluz nahe bei Limoges er⸗ folgt waͤre. Mit dem Leben des edelmuͤthigen aber zu kuͤhn romantiſchen Fuͤrſten gingen alle die Plane unter, die ſein Ehrgeiz und ſein Edelmuth entwor⸗ fen hatten; und auf ihn moͤgen mit geringer Ver⸗

aͤnderung die von Johnſon auf Karl von Schweden?

gedichtet wurden, ihre Anwendung finden:

Sein Schickſal ihn erreichte auf fremdem Strand,

Vor einer kleinen Burg durch eine niedre Hand. Er ließ'nen Namen nach, vor dem die Welt ward bleich, Gab Stoff für Sittenlehr, und den Roman zugleich.