Teil eines Werkes 
47. Band, Ivanhoe : 5. Theil (1827)
Entstehung
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155 ſpalt zerriſſen, kann Iſrael hoffen, auf ſeiner Wan⸗ derung zu raſten.

1Aber Ihr, Maͤdchen, verſetzte Rowena Ihr habt doch ſicherlich nichts zu befuͤrchten. Die⸗ jenige, welche am Krankenlager Ivanhoes ſaß, fuhr ſie mit ſreigender Begeiſterung fort,ſie kann nichts zu befuͤrchten haben, wo Sachſen und Normannen wetteifern werden, wer ihr die meiſte Ehre erweiſe.

Eure Rede iſt ſchoͤn, Lady, fprach Rebekka, und Eure Abſicht noch ſchoͤner! Aber es kann nicht ſein es iſt eine Kluft zwiſchen uns befeſtigt. Un⸗ ſere Erziehung, unſer Glaube verbietet uns gleich ſehr, ſie zu uͤberſchreiten. So lebt denn wohl! doch ehe ich ſcheide, gewaͤhrt mir noch eine Bitte! Der braͤutliche Schleier bedeckt dein Angeſicht, erhebe es und laß mich das Antlit ſchauen, von dem der Ruf mit ſolcher Bewunderung ſpricht.. 3 Es iſt kaum des Anſchauens werth, verſetzte Rowena;allein ein Gleiches von meinem Gaſte erwartend, hebe ich den Schleyer auf.

Sie that es, und theils von dem Bewußtſein

ihrer Reitze, theils aus Scham erroͤthete ſie derge⸗ ſtalt, daß Wangen, Stirn, Nacken und Buſen mit Purpur uͤbergoſſen waren. Rebekka erroͤthete gleich⸗ falls; allein es war nur ein voruͤbergehender An⸗ flug, und bald von ergreifenderen Gefuͤhlen uͤber⸗ manat entſchwand er aus ihren zuͤgen, wie die Pur⸗