137 warf ihn jetzt in die Schranken und rief die verhaͤng⸗
nißvollen Worte: Laissez aller!“
Die Trompeten erſchallten, und in vollem Roſſe⸗ lauf ſprengten die Ritter auf einander los. Das erſchoͤpfte Pferd Ivanhoe's und ſein nicht minder er⸗ ſchoͤpfter Reiter ſanken, wie man allgemein erwartet hatte, der guten Lanze und dem kraftvollen Renner des Templers. Dieſer Ausgang des Kampfes ward allgemein erwartet. Aber obwohl im Vergleich mit dem ihm gewordenen Stoße Jvanhoe's Lanze kaum Bois Guilberts Schild beruͤhrt hatte, wankte auch die⸗ ſer Ritter zum allgemeinen Erſtaunen im Sattel, verlor die Buͤgel und fiel in die Schranken⸗
Jvanhoe ſchnell ſich unter ſeinem gefallenen Roſſe hervorarbeitend war ſchnell auf den Veinen und eilte, ſein Gluͤck mit dem Schwert zu verſuchen; allein ſein Gegner ſtand nicht wieder auf. Wilfried ſetzte ihm den Fuß an die Bruſt, die Spitze des Schwertes auf die Kehle, und gebot ihm, ſich zu ergeben, oder auf der Stelle zu ſterben. Bois Gullbert gab keine Antwort.
„Toͤdet ihn nicht, Herr Ritter!“ rief der Groß⸗ meiſter,„ohne Beichte und Abſolution!— toͤdet nicht Seele und Leib zumal! Wir erklaͤren ihn fuͤr beſiegt!““
Er ſtieg in die Schranken herab, und be⸗ fahl dem beſtegten Kaͤmpfer den Helm abzunehmen. Seine Augen waren geſchloſſen und die dunkle Roͤthe lag noch auf ſeinem Angeſicht. Als ihn nun alle mit


