Teil eines Werkes 
47. Band, Ivanhoe : 5. Theil (1827)
Entstehung
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ner ungeduldigen Reizbarkeit, die ihn keiner laͤn⸗ gern Beſchaͤftigung, keinem gewißen, feſten Ideen⸗ gang folgen ließ, obwohl er einige Minuten aufmerk⸗ ſam genug war, ein augenblickliches Geſchaͤft zu thun, oder dem Sinne des Geſpraͤches nachzugehn. So pflegte er ſich beim Reiten fortwaͤhrend von vorn nach hinten zu ſchwingen, bald dicht an des Pferdes Oh⸗ ren, bald nahe beim Schwanze zu ſitzen— jezt beide Fuͤße auf eine Seite haͤngend, dann nach dem Schwanze gekehrt, Geſichter ſchneidend, tauſend affenartige Ge⸗ baͤrden machend, bis ſein Klepper endlich, ſeiner Poſ⸗ ſenſtreiche muͤde, boͤſe ward, und ihn zu großer Be⸗ luſtigung des Ritters ins Gras abwarf,— ein Vor⸗ fall, der den Betheiligten noͤthigte, hinfort ruhiger zu ſitzen.

In dem Augenblick, in welchem wir ſie auf ih⸗ rer Reiſe einholen, ſang dieß luſtige Paar ein Vire⸗ lai, wie man es nannte, wobei der Narr mit ziem⸗ lich unbeholfenen, unmelodiſchen Toͤnen den geuͤb⸗ teren Ritter vom Feſſelſchloß begleitete. Es lau⸗ tete ſo:

Lieb Anna Marei, die Sonn' iſt herauf,

Lieb Anna Marei, die Nacht höret auf,

Nebel verwehn, Lieb, Vögel ſingen frei.

Auf in den Morgen, lieb Anna Marei!

Auf! auf! lieb Anna Marei, es iſt Zeit!

Der Jäger blaſt luſtig, zum Weidwerk bereit. Das Echo ſpringt munter vom Felſen, juchhei! Auf! auf! und erheb Dich, lieb Anna Maref!