Teil eines Werkes 
47. Band, Ivanhoe : 5. Theil (1827)
Entstehung
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„Und was kann Euch zu ſo ploͤtzlichem Aufbruch beſtimmen?“ fragte der Prior.

„Habt Ihr, heiliger Vater,“ antwortete Ivanhoe, „nie eine Ahnung eines nahenden Uebels gehabt, wo⸗ fuͤr Ihr Euch keinen Grund anzugeben vermochtet? Habt Ihr nie Euer Gemuth verduͤſtert gefunden, wie die ſonnige Landſchaft durch den ploͤzlichen Wol⸗ kenſchatten, der den kommenden Sturm verkuͤndet? — Glaubt Ihr nicht, daß ſolch unwillkuͤhrliche Re⸗ gungen unſre Beachtung verdienen, ja Winke unſe⸗ rer Schutzgeiſter fuͤr drohende Gefahren ſind?“

„Ich kann nicht laͤugnen,“ verſetzte der Prior, ſich bekreuzend,„daß ſolches geſchehen kann, ja daß es vom Himmel koͤmmt; dann aber hat es einen ſichtbaren, heilſamen Zweck. Was hilft es aber, wenn Du verwundet, wie Du biſt, den Schritten deſſen folgſt, dem Du nicht beiſtehn kannſt, wenn er an⸗ gegriffen wird.“

„Ihr irret Euch, Prior!“ entgegnete Ivanhve, „wenn Ihr glaubt, ich ſei nicht Manns genug, mit jedem, der ſich ſolches unterfaͤngt, Puͤffe zu wech⸗ ſeln. Allein, wenn dem auch nicht ſo waͤre, koͤnnt' ich ihm im Fall der Noth nicht noch auf andere Weiſe, als durch die Staͤrke meines Armes beiſtehn? Nur zu bekannt iſt es, daß die Sachſen das Geſchlecht der Normannen nicht lieben, und wer weiß, was daraus entſteht, wenn er ſich abwirft mit ihnen, da ihre Herzen noch durch den Tod Athelſtanes ſchmerz⸗