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45 4 mich bei Cedric entſchuldigt, falls es meiner Weis⸗ heit nicht gelingen ſollte.“
„Und wie ſollte was meiner armen Tapferkeit gelingen, Herr Spaßvogel, wo Du mit Deinem glaͤn⸗ zenden Witze nicht zu Rechte kamſt?“.
„Witz, Herr Ritter,“ entgegnete der Narr, „mag viel thun. Er iſt ein flinker, wachſamer Schelm, ſieht ſeinem Nachbarn gleich die ſchwache Seite ab und weiß ihm unter'n Wind zu kommen, wenn der Sturm ſeiner Leidenſchaften aufbraust. Allein Tapfer⸗ keit iſt ein Trotzkopf, der Alles, was ihm unter die Fuͤße koͤmmt, zerſchellt, gegen Wind und Ebbe ſteuert und durch beides ſich ſeine Bahn ertrotzt. Deßwe⸗ gen, Herr Ritter, ziehe ich Vortheil vom ſchoͤnen Wetter in der Laune meines Herrn, und verſehe mich zu Eurem Beiſtand, wenn's bei ihm ſtuͤrmiſch wird.“
„Herr Ritter vom Feſſelſchloß, da Ihr einmal ſo genannt ſein wollt,“o ſprach Ivanhoe,„ich fuͤrchte, Ihr habt da einen unruhigen, unbequemen Narren zum Fuͤhrer gewaͤhlt; allein er kennt jeden Pfad und Gang in den Waͤldern ſo gut als der Jaͤger, der ſie beſucht; auch iſt der arme Schelm, wie Ihr ſchon ſelbſt geſehen habt, ſo treu wie Stahl.“
„Nun,“ ſagte der Ritter,„wenn er mir den
Weg nur ordentlich zeigt, ſo werd' ich's ihm nicht
verargen, wenn er mir ihn unterhaltend zu machen ſucht.— Lebe wohl, guter Wilfried! unternimm ja
die Reiſe vor Morgen nicht!“


