Teil eines Werkes 
47. Band, Ivanhoe : 5. Theil (1827)
Entstehung
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24 chwindelnden Zinne, ein Stich mit der Schaͤrfe des Dolches nichts Schreckliches in Vergleich mit dem, was uns Schande duͤnkt. Verſteh mich wohl, Re⸗ bekka, vielleicht ſind meine Begriffe von Ehre nicht minder fantaſtiſch, als die Deinigen; doch wiſſen wir Beide fuͤr ſie zu ſterben.

Ungluͤcklicher Mann, ſagte die Juͤdinn,ſo biſt Du alſo verdammt, Dein Leben fuͤr Grundſaͤtze zu wagen, deren Haltbarkeit Dein richtigeres Urtheil nicht anerkennt? Das heißt, ſeine Schaͤtze fuͤr ge⸗ haltloſe Wagre opfern! ſo iſt es nicht bei mir. Dein Entſchluß mag auf den wilden und unſichern Wogen menſchlichen Irrwahns unſtaͤt umhertreiben, der meinige ankert feſt auf dem Helſen der Jahr⸗ hunderte!* Schweig, Maͤdchen, antwortete der Templer, ſfolche Rede fuͤhrt zu nichts Du biſt verurtheilt keines plözlichen, ſchmerzloſen Todes zu ſterben, wie ihn das Elend ſucht und die Verzweiflung wuͤnſcht nein, eines langſamen, elenden qualvollen Todes, wie ihn der teufliſche Aberglauben dieſer Menſchen Deines vermeintlichen Verbrechens fuͤr wuͤrdig haͤlt. Und wen wenn dieß mein Schickſal iſt wen hab ich deſſen anzuklagen? fragte Rebekka; ſicherlich blos den, der aus ſelbſtſuͤchtiger, unedler Abſicht mich hieyer ſchleppte, und nun aus mir un⸗ 4 bekannten Gruͤnden das elende Loos, das meiner wartet, mit uͤbertriebenen Farben ſchildert?