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er iſt ein guter Juͤngling, der Erbarmen hat mit den Vertriebenen Jakobs.— Aber er kann ſeine Ruͤ⸗ ſtung nicht tragen, und welcher andere Chriſt wuͤrde
fuͤr das unterdruͤckte Zion kaͤmpfen?“
„Nein,“ ſagte der Rabbi,„da ſprichſt Du, wie einer, der die Heiden nicht kennt. Mit Gold erkauſſt Du ihre Tapferkeit ſo gut als Deine Sicherheit. Sei guten Muthes und mache Dich auf den Weg, dieſen Wilfried von Ivanhoe aufzuſuchen. Auch ich will das Meinige thun; denn große Suͤnde waͤr' es, Dich in dieſer Noth zu verlaſſen. Ich eile nach der Stadt York, wo viele Krieger und ſtarke Streiter ver⸗ ſammelt ſind; ich zweifle nicht, dort einen Kaͤmpfer fuͤr Deine Tochter zu finden; denn Gold iſt ihr Goͤtze, und fuͤr Reichthum ſetzen ſie ihr Leben wie ihre Guͤ⸗ ter ein. Du wirſr doch die Verſprechungen, die ich in Deinem Namen eingehe, halten?“
„Gewißlich, Bruder! Dem Himmel ſei Dank, der mir in meinem Elend einen Troͤſter ſendet. Aber bewillige ihnen ihre Forderungen nicht auf einmal; denn Du wirſt finden, daß das verfluchte Volk Pfunde fordert und mit Unzen ſich begnuͤgt.— Aber es ſei Alles, wie Du willſt; denn ich weiß mich nicht zu faſſen; was haͤlfe mir auch all mein Gold, wenn das Kind meines Herzens untergehn ſollte?“
„Lebe wohl!“ ſprach der Arzt,„und moͤge es Dir ergehen, wie es Dein Herz wuͤnſcht.“
Sie umarmten ſich und ſchlugen verſchiedene Wege
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