Teil eines Werkes 
46. Band, Ivanhoe : 4. Theil (1827)
Entstehung
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drungenen Worte anders, und ſchnell ihr Auge auf das Pergamentſtuͤck heſtend, das ſie in der Hand hielt, las ſie in arabiſchen Schriftzeichen: Fordere einen Kaͤmpfer! Die Bemerkungen uͤber Bois Guilberts ſeltſame Antwort, welche murmelnd durch die Verſammlung hinliefen, gaben Rebekken Gelegen⸗ heit, das Blatt unbemerki zu leſen und zu vernich⸗ ten. Als das Gemurmel aufgehoͤrt hatte, ſprach der

Großmeiſter:Rebekka, du kannſt aus dem Zeug⸗ niſſe dieſes ungluͤcklichen Ritters, uͤber den, wie wir deutlich ſehen, der boͤſe Feind noch zu maͤchtig iſt, keinen Vortheil fuͤr dich ziehen. Haſt du noch etwas weiter zu ſagen?

Nach Euern eigenen ſtolzen Geſetzen bleibt mir noch ein Mittel, mein Leben zu retten, entgegnete Rebekka.Zwar iſt es mir beſonders in dieſer letzten Zeit ſehr haſſenswerth geworden, allein es iſt eine Gabe Gottes, die ich nicht von mir werfen will, da er ſelbſt ein Mitlel gibt, es zu vertheidigen. Ich laͤugne die Beſchuldigung ich behaupte meine Un⸗ ſchuld, und erklaͤre die Anklage fuͤr falſch! Ich for⸗ dere einen Gottesgerichtskampf, und mein Kaͤmpfer

wird mich vertreren!

Und wer wird fuͤr eine Zauberinn die Lanze ein⸗ legen, Rebekka? fragte der Großmeiſter,wer wird der Kaͤmpe einer Juͤdinn werden wollen? 1

Gott wird mir einen Kaͤmpen erwecken, ent⸗

gegnete Rebekka,es iſt nicht moͤglich, daß in dem