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aufgeregt werden, und ihre natuͤrliche Neigung zum Wunderbaren ward noch gar ſehr verſtaͤrkt durch die Bemerkung, daß ihr Zeugniß der hohen Perſon zu gefallen ſchien, zu deren Belehrung es abgegeben wurde. So murden die an ſich hinreichend großen Gefahren, welche Bois Guilbert beſtand, bis zum Un⸗ geheuern geſteigert. Die Selbſtaufoſperung des Rit⸗ ters bei Rebekkas Beſchuͤtzung wurde nicht nur als weit uͤber die Graͤnzen der Klugheit gehend, ſondern als wahnſinnige Tollkuͤhnheit geſchildert. Seine Nach⸗ giebigkeit gegen ſie, deren Sprache oft hochfahrend und ſtrenge war, wurde ſo ſehr uͤbertrieben, daß ſie bei einem ſo ſtolzen Charakter, wie dem Seinigen, ganz unnatuͤrlich erſcheinen mußte. Der Praͤzeptor von Templeſtowe ward nun aufgerufen, zu beſchreiben, auf welche Art und Weiſe Bois Guilbert und die Juͤdinn in das Praͤzeptorium gekommen ſeien. Indeß er aber dem Anſcheine nach ſich bemuͤhte, Bois Guilberts Gefuͤhle zu ſchonen, ließ er hin und wieder Winke
fallen, welche andeuteten, daß er zuweilen an einer
Geiſtesabweſenheit leide, weshalb er auch ſo tief von
der Leidenſchaft fuͤr das Maͤdchen befangen geweſen ſei.
Unter reuigen Seufzern bekannte der Praͤzeptor ſeine Zerknirſchung, Rebekka und ihren Liebhaber in die
Mauern des Praͤzeptortums aufgenommen zu haben. „Allein meine Vertheidigung,“ fugte er hinzu,„habe
ich in meinem, dem ehrwuͤrdigen Vater Großmeiſter gethanen Bekenntniſſe gefuͤhrt, er weiß, daß meine


