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Bruͤder jeglichen Standes! Wiſſet, nicht Mangel an Macht hat uns veranlaßt, dieſe Verſammlung zu be⸗ rufen, denn unſerer, wenn auch unwuͤrdigen Perſon, iſt mit dieſem Stabe volle Gewalt verliehen worden, zu unterſuchen und zu beurtheilen Alles, was ſich auf das Wohl unſeres heiligen Ordens bezieht. Der ge⸗ benedeite heilige Bernhard ſagt in den Geſetzen un⸗ ſerer ritterlichen und geiſtlichen Verbuͤndung im ö9ſten Kapitel:„er wolle nicht, daß die Bruͤder jemals zum Rath verſammelt wuͤrden, auſſer auf Begehr und Be⸗ fehl des Großmeiſters,“ unſerm freien Willen, wie dem unſrer wuͤrdigen Vorgaͤnger uͤberlaſſend, die rechte Zeit und den Ort zur Verſammlung eines Ordens⸗ kapitels oder ſonſtigen Rathes zu beſtimmen. So iſt es demnach in allen dieſen Kapiteln unſere Pflicht, den Nath unſrer Bruͤder anzuhoͤren, und dann nach unſerem eigenen Gutduͤnken zu entſcheiden. Aber wenn der reißende Wolf in die theure Herde einfaͤllt, iſt es die Pflicht des Hirten, ſeine Gefaͤhrten zu ver⸗ ſammeln, um mit Bogen und Schleudern den Naͤu⸗ ber zu verfolgen, wie unſere bekannte Regel ſagt:„der Loͤwe muß immer bekaͤmpft werden.“ Dem zu Folge haben wir vor unſer Angeſicht ein juͤdiſches Weib be⸗ ſchieden, Rebekea, Tochter des Iſaak von York— wegen Zaubereien und Hexenkuͤnſten ſchaͤndlich be⸗ ruͤchtigt, wodurch ſie das Blut und Gehirn nicht
eines gemeinen Mannes, ſondern eines Ritters,—
nicht eines weltlichen Ritters,
ſondern eines dem
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