Teil eines Werkes 
46. Band, Ivanhoe : 4. Theil (1827)
Entstehung
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Hand geſchoben, das ſie bewußtlos annahm, und ohne ſeinen Inhalt zu unterſuchen, feſthielt. Doch die ue⸗ berzengung, in dieſer furchtbaren Verſammlung ir⸗ gend einen Freund zu haben, gab ihr Muth, um ſich zu ſchauen und zu forſchen, in weſſen Gegenwart ſie

ſich befaͤnde. Sie betrachtete nun die Scene, welche

wir im folgenden Kapitel zu ſchildern verſuchen werden.

Achte s Kapitel.

Wohl ſtreng war das Geſetz, das ſelnen Eingewelhten Verbot das Mitgefuͤhl bei fremdem Weh und Schmerz; Wohl ſtreng war das Geſetz, welches zu allen Zeiten Verbot argloſe Freud' und frohen, heitern Scherz.

Doch ſchrecklich iſt's, wenn frech die Tyrannei entbrennet,

Die Eiſenruthe ſchwingt, es Gottes Willen nennet.

Das Mitrelalter. Das Tribunal, zum Gericht uͤber die unſchuldige und ungluͤckliche Rebekka verſammelt, nahm den Dais oder den erhoͤhten Theil am obern Ende der großen Halle ein eine Erhoͤhung, welche wir ſchon fruͤher als den fuͤr die vornehmſten Bewohner beſtimmten

Ehrenplatz bezeichneten. Auf einem erhabenen Sitz, unmittelbar der Ange⸗ klagten gegenuͤber, ſaß der Großmeiſter des Tempelor⸗ dens, in einem weiten, faltigen, weißen Gewande, den myſtiſchen Stab als Sinnbild des Ordens in Haͤnden

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