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Vier ſchwarz gekleidete Waͤchter mit Hellebarden folg⸗ ten ihnen.
„Tochter eines verfluchten Stammes!“ ſprach der Praͤzeptor,„ſteh' auf und folge uns!“
„Wohin? und warum?“ fragte Rebekka.
„Maͤdchen,“ antwortete Konrad,„es ziemt dir nicht zu fragen, ſondern zu gehorchen. Jedoch magſt du wiſſen, daß du vor den Richterſtuhl des Großmei⸗ ſters unſres heiligen Ordens geſtellt werden wirſt, um dort wegen deiner Verbrechen Rede zu ſtehen.“
„Gelobt ſei der Gott Abrahams!“ ſprach Redekka, ihre Haͤnde faltend;„der Name eines Richters, ob⸗ gleich eines Feindes von unſrem Stamm, iſt fuͤr mich der Name eines Beſchuͤtzers; recht gerne folge ich dir! Geſtatte mir nur, mein Angeſicht zu verſchleiern.“
Mit langſamen, feierlichen Schritten ſtiegen ſie die Treppe hinab, zogen eine lange Gallerie entlang, und traten durch hohe Flugelthuͤren in die große Halle ein, wo fuͤr dießmal der Großmeiſter ſeinen Ge⸗ richtshof aufgeſchlagen hatte.
Der niedrige Theil dieſes geraͤumigen Gemachs war mit Knappen und Yeomen angefuͤllt, die nicht ohne Muͤhe den Weg frei machten, daß Rebekka, von dem Praͤzeptor, Montfitchet begleitet und von der Wache der Hellebardiere gefölgt, vorwaͤrts nach dem fuͤr ſie beſtimmten Sitze gelangen konnte. Als ſie mit geſenktem Haupte und uͤber die Bruſt gefalteten Haͤnden durch das Ge⸗
raͤnge ging, ward ihr ein Stuͤck Papier in die


