Teil eines Werkes 
46. Band, Ivanhoe : 4. Theil (1827)
Entstehung
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128 jede andere Menſchenhuͤlfe fruchtlos war; allein der Sezen des Gottes Jacobs ruhte uͤber ihr.“ 3

Beaumanoir wandte ſich mit grimmigem Laͤcheln an Montſitchet.„Da haſt du's, Bruder, das ſind die Schlingen Satans, der umher geht, Alles zu verſchlin⸗ gen. Siehſt du die Netze, womit er die Seelen um⸗ garnt, indem er ihnen eine kurze Friſt irdiſchen Le⸗ bens um ihrer Seele Heil und Seligkeit bietet? Sehr wahr ſpricht unſer ſeegenreiches Geſetz:„Semper per- cutiatur leo vorans!« Auf den Loͤwen! nieder mit dem Verderber!“ rief er, ſeinen geheimnißvollen Stab

ſchwingend, als wollte er den Maͤchten der Finſterniß

trotzen.„Deine Tochter bewirkte wohl ihre Kuren durch Worte, Siegel und andere kabbaliſtiſche Ge⸗ heimniſſe?“

„Nein, hochwuͤrdiger und geſtrenger Ritter,“ ant⸗ wortete Iſaak,„ſondern durch einen Balſam von wun⸗ derſamer Kraft.“ K

„Woher hat ſie das Geheimniß?“ fragte Beau⸗ manoir.

„Es ward ihr mitgetheilt,“ antwortete zoͤgernd der Jude,„von Miriam, einer weiſen Matrone unſeres Stammes.“

„Ha, falſcher Inde!“ rief der Großmeiſter ſich kreuzend,„von jener Here Miriam, deren Zaubereien man in allen Chriſtenlanden mit Abſcheu und Entſez⸗

zen vernimmt?— Ihr Koͤrper ward am Pfahl ver⸗ brannt