„Und auch ich,“ ſprach der Moͤnch,„glaube, Ihr Herren, einem Narren, der ein freies Glied ſei⸗ ner Gilde und Meiſter ſeiner Kunſt iſt, und einem Becher eben ſo gut Wuͤrze und Lieblichkeit gibt, als ein Stuͤck Schinken es vermag— ich ſage Bruͤder⸗
einem ſolchen Narren ſoll nie ein weiſer Kleriker ent⸗ ſtehen, der fuͤr ihn bete und fechte, ſo lange er noch
Meſſe leſen und eine Partiſane ſchwingen kann!“
und damit warf er ſeinen gewichtigen Kampfſtock um den Kopf, wie ein Schaͤferknabe ſeinen leichten Stab tanzen laͤßt.
„Wahr, heiliger Moͤnch,“ ſprach der ſchwarze Rit⸗ ter,„ſo war, als ob es St. Dunſtan ſelbſt geſprochen haͤtte!— Und nun, guter Locksley, waͤr' es nicht gut, wenn der edle Cedric die Leitung des Sturms uͤber⸗ naͤhme?“
„Ich? nein das thu' ich nicht,“ entgegnete Ced⸗ ric;„nie hab' ich es gelernt, die Behauſung der Ty⸗ rannei, welche die Normaͤnner in dieſem bejammerns⸗
werthen Lande errichteten, zu vertheidigen oder anzu⸗
greifen. Ich will unter den Vorderſten kaͤmpfen; aber meine ehrliche Nachbarn wiſſen wohl, ich bin in der Kriegskunſt oder in dem Stuͤrmen feſter Plaͤtze nicht erfahren.“
„Wenn es ſo mit dem edlen Cedrie ſteht,“ ſagte
Locksley,„ſo bin ich bereit, die Leitung der Bogen⸗
ſchuͤtzen uͤber mich zu nehmen, und Ihr ſollt mich an meinen eigenen Gerichtsbaum haͤngen, wenn die Be⸗


