Teil eines Werkes 
45. Band, Ivanhoe : 3. Theil (1827)
Entstehung
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163 viele verwundet. Allein auf ihre gute Ruͤſtung ver⸗ trauend, und noch mehr durch ihre Stellung geſchuͤtzt, zeigten Front de Boeuf und ſeine Leute nebſt ihren Ver⸗ buͤndeten eine der Wuth der Angreifenden entſprechende Hartnaͤckigkeit und erwiederten reichlich mit der Arm⸗ bruſt und den langen Bogen, den Schleudern und ande⸗ rem Wurfgeſchuͤtz den Pfeilregen, und thaten denn auch, da die Angreifenden bei weitem nicht ſo gedeckt ſein konnten, groͤßern Schaden; nur das Jubelge⸗ ſchrei, wenn von irgend einer Seite ein bedeutender Verluſt ſich ereignete, unterbrach das Schwirren und Pfeifen der Wurfſpieße und Pfelle.

Und ich muß hier wle ein Tagdieb von Moͤnch auf dem Bette liegen, rief Jvanhoe;indeß der Kampf, der mir Freiheit oder Tod bringt, durch An⸗

dre ausgefochten wird. Sieh noch'mal aus dem Fenſter, liebes Maͤdchen, doch nimm dich in Acht, daß kein Bogenſchuͤtze dich gewahrt. Sieh noch

'mal hin und ſag mir, ob ſie zum Sturm anruͤcken.

Mit muthiger Ergebung, die ſie durch innige Andacht geſtaͤrkt hatte, nahm Rebecka wieder lhren Platz am Fenſter ein, jedoch ſo, daß ſie von auſſen nicht wohl geſehen werden konnte.

Was ſiehſt du, Rebekka? fragte der verwun⸗ dete Ritter wieder.

Nichts als eine Wolke von Pſeilen, die ſo dicht 11*