30 er geſtreckt werden ſollte, und da er ſah, daß er keine Hoffnung auf Erbarmen bei ſeinen Quaͤlern hatte, wich ſeine Entſchloſſenheit.
„Ich will die tauſend Pfund Silber bezahlen!“ rief er,—„ naͤmlich,“ ſetzte er nach einer Pauſe hinzu,„ich will ſie mit Huͤlfe meiner Bruͤder be⸗ zahlen; denn ich muß als ein Bettler an der Thuͤr unſrer Synagoge flehen, ehe ich eine ſo unerhoͤrte Summe auftreiben kann. Wo und wann muß ſie gezahlt werden?“
„Hier,“ entgegnete Front de Boeuf,„hier muß ſie gezahlt werden,— gewogen und bezahlt werden, oder glaubſt Du, ich werde Dich frei laſſen, bevor ich das Loͤſegeld im Trocknen habe?“
„Und welche Sicherheit verbuͤrgt mir meine Freiheit, wenn das Loͤſegeld bezahlt iſt?“
„Das Wort eines normaͤnniſchen Edelmanns, nwuchernder Sklave!“ antwortete Front de Boeufs; „ das Wort eines normaͤnniſchen Edelmanns, reiner als all Dein Gold und Silber, und alle Schaͤtze Delnes Stammes obenein!“
„Ich bitte um Verzeihung, edler Lord,“ ſagte der Jude ſchuͤchtern;„aber weshalb ſoll ich mich ganz auf das Wort desjenigen verlaſſen, der gar nichts auf das meinige bauen will?“
„Weil Du's nicht anders machen kannſt, Jude!“ verſetzte der Nitter ernſt.„Waͤreſt Du in Deiner Schatzkammer zu York, und ich begehrte ein An⸗
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