Teil eines Werkes 
45. Band, Ivanhoe : 3. Theil (1827)
Entstehung
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29 chen Preis aus einem Gefaͤngniſſe los kommſt, von deſſen Geheimniſſen nur wenige Lebende zu erzaͤhlen wiſſen. Ich verliere kein Wort mehr, waͤhle! Deine Wahl beſtimmt Dein Schickſall!

So moͤge mir Abraham, Jakob und alle Erz⸗ vaͤter unſeres Volkes beiſtehen, rief Iſaak,ich kann nicht waͤhlen, ich habe nicht die Mittel, Eure ungeheuren Forderungen zu erfuͤllen!

Ergreift und entkleidet ihn, Sklaven! gebot der Ritterund moͤgen ſeine Patriarchen ihm beiſtehen, wenn ſie's koͤnnen!

Dieſe Helfershelfer, welche mehr des Freiherrn Augenmerk als ſeine Sprache verſtanden, traten vor⸗ waͤrts, ſegten Hand an den ungluͤcklichen Iſaak⸗ riſſen ihn vom Boden auf, hielten ihn aufrecht zwi⸗ ſchen ſich und erwarteten des hartherzigen Freiherrn weitere Befehle. Der ungluͤckliche Jude blickte bald auf ihr, bald auf Front de Boeufs Geſicht, in Hoff⸗ nung, ein Zeichen des Erbarmens auf ihnen zu leſen. Allein der Baron hatte immer daſſelbe kalte, un⸗ heimliche, ſataniſche Laͤcheln, das der Vorbote ſeiner Grauſamkeit war; die wilden Augen der Sarazenen dagegen, die finſter unter ihren buſchigen Brauen gluͤhten, nahmen durch den weißen Kreis, der die Pupille umgab, noch einen furchtbarern Ausdruck an, und verriethen eher geheime Freude an dem heran⸗ nahenden Auftritt, als Abneigung dagegen. Jezt blickte der Jude auf den gluͤhenden Herd, auf den