17 Freiheit genoſſen, als dieſe Jagd nach koſtbaren Lek⸗ kerbiſſen, welche uns zu Vaſallen jener fremden Eroberer machte.“
„Mir,“ fiel Athelſtane ein,„wuͤrde jezt die ſchlechteſte Koſt als das leckerſte Mahl erſcheinen, und ich wundre mich, edler Cedric, daß Ihr Euch vergangener Thaten ſo genau erinnern moͤget, in⸗ deß Ihr daruͤber der Mahlzeit vergeßt.“
„Vergebliche Muͤhe,“ brummte Cedric ungedul⸗ dig vor ſich hin,„mit dem von was anderem, als der Befriedigung ſeines Magens zu ſprechen! Die Seele Hardicanuts muß uͤber ihn gekommen ſeyn, denn er hat fuͤr nichts mehr Sinn, als fuͤr's Schlin⸗ gen und Schlucken und noch nach mehrerem Greifen. —„Ach,“ ſprach er, Athelſtane mitleidig anblickend, „daß eine ſo dumpfe Seele in einer ſo gefaͤlligen Geſtalt wohnen mag! daß ein ſolches Unternehmen, wie die Wiedergeburt England's in einer ſolchen An⸗ gel ſich drehen muß! Waͤre er mit Rowena vermaͤhlt, ſo moͤchte vielleicht ihre edlere Seele die beſſere, jezt nur ſheumerde Natur in ihm erwecken. Aber
wie ſoll dieß geſchehen, da Athelſtane, Rowena und
s
ich ſelbſt Gefangene des rohen Raͤubers ſind, und es vielleicht deßhalb ſind, weil unſere Freiheit fuͤr die angemaßte Herrſchaft ſeiner Nation gefaͤhrlich ſcheint.““
Indeß der Sachſe dieſen peinigenden Gedanken nachhing, oͤffnete ſich die Thuͤr ihres Gefaͤngniſſes und herein trat ein Vorſchneider mit einem weißen W. Scott's Werke. XLV.


