56 ſchen den zwei Fuͤhrern der Banditen folgende Zwie⸗ ſprache Statt.„Es iſt Zeit, daß Du uns verlaͤßt, Sir Maurice,“ ſagte der Templer zu Bracy,„um den zweiten Akt Deines Stuͤckes zu ſpielen. Du mußt
nun, wie Du weißt den ritterlichen Befreier machen.“ 3„Ich habe mir's beſſer uͤberlegt,“ ſagte Bracy, „ich werde Euch nicht eher verlaſſen, als bis die Beute auf Front de Boeufs Schloß in Sicherheit iſt, Dort will ich in meiner eigenen Geſtalt vor Lady Rowena erſcheinen, und hoffe, daß ſie dieſen Schritt
der Gewalt mit der Heftigkeit meiner Leidenſchaft
entſchuldigen wird.“
„Und was veranlaßt Dich, Deinen Plan zu aͤn⸗/
dern, de Bracy?“ fragte der Tempelritter.
„Danach haſt Du nichts zu fragen, antwortete
ſein Begleiter.
„Ich hoffe, Herr Ritter,“ entgegnete der Temp⸗ ler,„die Veraͤnderung Eures Planes hat nicht in Mißtrauen gegen die Rechtlichkeit meiner Abſichten ihren Grund, das Sir Fitzurſe einzufloͤßen ſuchte.“
Gedanken ſind zollfrei,“ antwortete de Bracy; der Teufel lacht, ſagt man, wenn ein Schelm den ande en uͤber's Ohr haut, und bekannt iſt, daß er,
wenn er gleich Feuer und Schwefel ausſpie, den
Templer nicht von der Verſolgung ſeines Plans ab⸗ brachte.“
„Oder den Fuͤhrer einer Freicompagnie,“ fuhr
der Templer fort,„von der Furcht einer Unbilde
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