Teil eines Werkes 
44. Band, Ivanhoe : 2. Theil (1827)
Entstehung
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rieden geben, zumal da auch Ihr noch vor der Hand

unbekannt zu bleiben wuͤnſcht. Seid aber uͤberzeugk, daß mein einmal gegebenes Wort ebenſo unverbruͤchlich

iſt, als ob ich goldne Sporen truͤge.

Gern und willig glaube ich Dir, verſetzte der Rit⸗ ter;gewohnt der Menſchen Geſichtszuͤge pruͤfend zu betrachten leſe ich in den deinigen Ehrlichkeit und Ent⸗ ſchloſſenheit ich frage Dich daher nicht weiter, ſondern

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will Dir beiſtehen, dieſe unterdruͤckten Gefangenen in Freiheit zu ſetzen; iſt dieß geſchehen, ſo hoffe ich, wer⸗ den wir beſſer mit einander bekannt werden, und mit einander zufrieden ſein.

Nun, agte Wamba zu Gurth, dem dieſe letz⸗ ten Worte nicht entgangen waren, da er ſich, nachdem der Moͤnch vollkommen gekleidet war, den Redenden genaͤhert hatte,ſo haͤtten wir alſo einen neuen Ver⸗ baͤndeten, und auf die Tapferkeit des Nitters traue ich mehr, als auf die Froͤmmigkeit des Einſiedlers oder die Chrlichkeit des Bogenſchuͤtzen; denn dieſer Loks⸗ ley ſieht mir aus, wie ein geborner Wilddieb und der

Pfaff wie ein ſchlauer Phariſaͤer.

Schweig, Wamba, erwiederte Gurth.Wohl mag es ſo ſein, wie Du ſagſt, aber waͤr's auch der gehoͤrnte Teufel, der mir ſeinen Beiſtand zur Befrei⸗ ung Cedries und der Laby Rowena anboͤte, ich fuͤrchte faſt, ich wuͤrde kaum fromm genug ſein, ſein guͤtiges Anerbieten nicht anzunehmen.