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Damit ſchritt er mit großen Schritten durch den Wald dahin, indeß der Narr und Schweinehirt ihm folg⸗ ten. Es lag aber nicht in Wambas Art, lange ſtill⸗ ſchweigend forkzuwandeln.
„Ich glaube,“ ſagte er, auf das Bandelier und das Horn blickend, das jener an der Seite trug,„ich ſah den Bogen, der dieſen Pfeil abſchoß und dieſen ſchoͤnen Preis gewann, und das nicht ſo lang als von Weih⸗ uachten her.“
„Und ich,“ verſetzte Gurth,„wollte darauf ſchwö⸗
ren, daß ich die Stimme des guten Bogenſchuͤtzen, der den Preis gewann, bei Nacht ſowohl als bei Tage hoͤrte,
ig daß der Mond ſeitdem noch nicht drei Tage aͤlter ward.“
„Meine ehrlichen Freunde,“ entgegnete der Yeo⸗ man,„wer oder was ich bin, gehoͤrt jetzt nicht zur Sache; kann ich Euren Herrn befreien, ſo ſollt Ihr Grund haben, mich fuͤr den beſten Freund zu halten,
den Ihr je in Eurem Leben hattet. Ob ich nun den
einen, oder den andern Namen fuͤhre— ob ich einen Bogen ſo gut oder beſſer als ein Kuͤhhirt ſpannen kann — vb ich lieber im Mond⸗ oder Sonnenſchein ſpazieren
Zehe,— das ſind lauter Dinge, um welche Ihr Euch,
da ſie Euch nichts angehn, auch nichts zu bekuͤmmern habt.“ „Unſere Koͤnfe ſtecken in des Lowen Rachen,“ fluͤ⸗
ſterte Wamba Gurthen zu,„ziehen wir ſie herans, ſo zuk es gehen will.


