ihm.
. 142 raſcht, und beſtuͤrzt durch das Schickſal ihrer Gebieter fiel den Angreifern als leichte Beute anheim; waͤhrend Lady Rowena in der Mitte des Zuges nebſt dem Juden und ſeiner Sochter im Hintergrunde daſſelbe Mißge⸗
ſchick theilten. Von dem ganzen Zuge entrann Niemand
als Wamba, der bei die Gelegenheit weit mehr Muth zeigte, als man bei ſeinem Verſtande erwarten konnte. Nachdem er ſich eines Schwertes bemaͤchtigt, verſuchte er ſogar ſeinem Herrn zu Huͤlfe zu kommen; da dieß unmoͤglich war, ſprang er vom Pferde nnd ent⸗
ſchluͤpfte in das Dickicht der Waldung. Kaum fuͤhlte ſich jedoch der wackere Narr in Sicherheit, als er ſich mehr denn einmal verſucht fuͤhlte, umzukehren, und
die Gefangenſchaft mit einem Herrn zu theilen, dem er mit treuer Anhaͤnglichkeit zugethan war.
„Schon oft hoͤrte ich die Leute das Glͤck der Freiheit preiſen,“ ch er bei ſich,„aber ich wollts, ſo ein Salomo lehrte mich, was ich nun, ſo ich ſie habe, mit ihr aufangen ſoll.“
Kaum hatteer dieſe Worte vor ſich hin geſprochen, als ihm eine Stimme leiſe und vorſichtig rief:„Wam⸗
ba!“ und zu gleicher Zeit ſprang ein Hund, den er fuͤr
3 d Fangs erkannte, an guf!„Gurth!“ erwiederte
Wamba, und im Augenblick ſtand der Schweinehirt vor
„Was ſoll das?“ fragte er aͤngſtlich,„was bedeutet das Geſchrei, das Schwertergeklirr?“


