Teil eines Werkes 
44. Band, Ivanhoe : 2. Theil (1827)
Entstehung
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15 rief ſeiner Tochter zu:Verſchleiere dich, Rebekka! dann befahl er, den Fremden einzufuͤhren.

Gerade als Rebekka einen Schleier von Silberflor, der bis zu ihren Füßen ſiel, niedergelaſſen, oͤffnete ſich die Thuͤr, und Gurth, in ſeinen weiten normaͤnniſchen Mantel gehuͤllt, trat ins Zimmer. Se ine Erſcheinung war mehr geeignet, ihn verdaͤchtigu machen, als fuͤr ihn einzunehmen, beſonders da er, ſtatt die Muͤtze ab⸗ zunehmen, ſich ſolche nur noch tiefer uͤber die ſonnver⸗ brannte Stirn druͤckte.

Biſt Du der Jude Iſaak von York? fragte ihn Gurth auf Saͤchſiſch.

Das bin ich, verſetzte Iſaak in derſelben Spra⸗ che(denn ſein Handel hatte ihm jede Mundart in Britannien zu eigen gemacht)und wer biſt Du 7

Das geht Dich nichts an, ſchnauzte Gurth ihn an.

So gut als mein Name Dich angeht, erwiederte Iſaak;denn wie kann ich ohne deinen Namen zu wiſſen, Geſchaͤfte mit Dir machen?

Ganz leicht, verſetzte Gurth,denn wenn ich Geld bezahlen will, ſo muß ich die Perſon kennen, der ichs ausliefere; Dich, der Du es empfaͤngſt, wird es nicht ſehr aͤngſtigen, aus weſſen Haͤnden Du es erhaͤltſt.

Ach, rief der Jude,Ihr kommt, um Geld zu bezahlen O heiliger Vater Abraham! das veraͤndert unſre Sache! Und von wem bringſt du es?

Von dem enterbten Ritter, ſprach Gurth, dem Sieger im heutigen Turnier! Es iſt das Geld