Knappen waren koſtbar, und die morgenlaͤndiſche Die⸗ ner trugen ſilberne Halsbaͤnder um den Nacken, und Spangen von demſelben Metall um ihre ſchwarzbrau⸗ nen Arme und Beine, deren erſtere bis zum Ellbo⸗ gen, die lezteren vom Knoͤchel bis zum halben Beine entbleſſt waren. Seide und Stickerei zierte ihre Klei⸗ dung und zeugte von dem Reichthum ihres Gebieters, indeß ſie zugleich einen auffallenden Kontraſt gegen ſei⸗ nen eigenen Anzug bildeten. Sie waren mit krum⸗
men Saͤbeln bewaffnet, deren Griff und Gehaͤnge mit
Gold ausgelegt waren; ihre tuͤrkiſchen Dolche waren beinahe von noch koͤſtlicherer Arbeit. Jeder von ih⸗ nen hatte an dem Sattelknopf einen Buͤndel Pfeile oder Wurfſpieße, die etwa vier Fnß lang waren und ſtarke Stahlſpitzen hatten, eine Waſſe, welche da⸗ mals bei den Sarazenen ſehr gewoͤhnlich war; und
deren Andenken ſich noch in dem kriegeriſchen Spiele el lerrid erhalten hat, das noch im ganzen Morgen⸗
lande uͤblich iſt. 3 Auch die Pferde dieſer Diener erſchienen eben ſo fremd, als ihre Reiter; ſarazeniſchen Urſprungs, wa⸗ ren ſie folglich von arabiſcher Rasge, und ihre feine⸗ ren, ſchlanckeren Glieder, ihre duͤnnen Maͤhnen und
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ſchmalen Hufe nebſt ihrem leichten, raſchen Gang
bildeten einen ſtarken Gegenſatz gegen die ſchweren,
ſtarkgebauten Roſſe, die ſowohl in Flandern, als in
der Normandie gezogen wurden, um die Krieger je⸗ ner Zeit in ihrer vollen Waffenruͤſtung zu tragen;


