Teil eines Werkes 
67. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 33. Theil (1828) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
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Ihre Note iſt mir ſo eben zugekommen: und 3 ich kann mich nicht enthalten, mich in Betreff der⸗

ſelben gegen Ew. Käiſerl. Maſeſtaͤt mit aller der

Freimuͤthigkeit, die meinem Charakter eigen iſt, aus⸗

zudruͤcken. Ar

Als die Wuͤnſche des ſchwediſchen Volks mich auf den ſchwediſchen Thron riefen, hoffte ich bei mei⸗ ner Abreiſe aus Frankreich im Stande zu ſeyn, meine perſoͤnlichen Zuneigungen mit den Intereſſen meines neuen Vaterlandes zu vereinigen. Mein Herz naͤhrte die Hoffnung, es werde ſich mit den Geſinnungen dieſes Volks verſchmelzen koͤnnen, ohne das Anden⸗ ken an ſeine erſten Neigungen zu verlieren, und

ohne den Ruhm Frankreichs, ſo wie die aufrichtige

Anhaͤnglichkeit an Eure Majeſtaͤt, eine Anhaͤnglichkeit, die auf eine Waffengeuoſſenſchaft gegruͤndet iſt, die ſo viele große Thaten ausgezeichnet haben, einen Augenblick aus den Augen zu laſſen.

Mit dieſer Hoffnung kam ich in Schweden an. Ich fand eine Nation, die Frankreich allgemein, mehr noch aber ihrer Freiheit und ihren Geſetzen er⸗ geben war; nach Ihrer Freundſchaft, Sire, ſtreb⸗ te, aber ſie nie auf Koſten ihrer Ehre und Unabhaͤn⸗ gigkeit zu erhalten wuͤnſchte. Der Geſandte fand fuͤr gut, dieſes Nationalgefuͤhl zu mißachten, und verdarb alles durch ſeine Anmaßung: Sein Ver⸗ kehr mit uns zeugte auf keine Art von jener Ach⸗ tung, die gekroͤnte Haͤupter einander ſchuldig ſind.