100 Als ihm die erſten Eroͤffnungen hinſichtlich ſeiner Erwaͤhlung in Schweden durch einen ſchwediſchen Edelmann, und durch den General Grafen von Wrede gemacht worden waren, begab er ſich unverzuͤglich nach St. Cloud, um den Kaiſer davon in Kenntniß zu ſetzen. Dieſer ſagte ihm:„Ich kann Ihnen nicht nuͤtzlich ſeyn— laſſen Sie der Sache ihren Lauf,“ u. ſ. w.
Der Prinz ging nach Plombieres. Bei ſeiner Ruͤckkehr machte er dem Kaiſer ſeine Aufwartung, der ihn in Gegenwart mehrerer Perſonen anredete und fragte:„ob er neulich Nachrichten aus Schweden erhal⸗ ten habe.“
„Ja, Sire.“ 3
„Wie lauten ſie?“ erwiderte der Kaiſer.
„Daß der Geſchaͤftstraͤger Ew. Majeſtaͤt in Stock⸗ holm ſich meiner Erwaͤhlung widerſetze, und oͤffent⸗ lich ſage, Ew. Majeſtaͤt ziehe den Koͤnig von Daͤne⸗ mark vor.“
Der Kaiſer antwortete uͤberraſcht:„Es iſt nicht moͤglich;“ und lenkte die Anterhaltung anfes einen andern Gegenſtand.
Herr Deſaguiers, der franzoͤſiſche Geſchaͤftstraͤger in Stockholm, hatte jedoch, in Folge geheimer Inſtruc⸗ tionen von ſeinem Hofe eine Note zu Gunſten des Koͤnigs von Daͤnemark uͤbergeben; allein Napoleon, der ſich in einer ſo zarten Angelegenheit nicht com⸗


