39 Meinung abhaͤngt, und daß das Blut eines unſchul⸗ digen und muthigen Feindes den Thron ſeines Herrn zwar beflecken, aber die Grundlage deſſelben nicht befeſtigen koͤnnte.— Wenn wir ferner das muthige Betragen des Herzogs von Enghien bei ſeinem Ver⸗ hoͤre betrachten, bei welchem er erklaͤrte, daß er ſeine eingeſtandene Feindſchaft gegen die Franzoſen, gemaͤß den Winken, die ihm das Kriegsgericht gegeben hatte, nicht widerrufen werde, wie kann man alsdann von demſelben Individuum annehmen, es ſey zwei Tage zuvor faͤhig geweſen, bei Napoleon wegen ſeines Le⸗ bens zu betteln, oder wie ſollen wir ſein Anerbieten, unter dem erſten Conſul Dienſte zu nehmen, mit ſeiner Erklaͤrung in Einklang bringen, daß es einem Condé nicht gezieme, Frankreich anders, als mit den Waffen in der Hand zu betreten? Wir muͤßten ihn fuͤr einen Tollhaͤusler halten, wenn er, nachdem er um Napoleons Gunſt durch Unterwerfung und Demuͤthigung gebettelt haͤtte, eine hartnaͤckige und trotzige Miene gegen die Richter angenommen haͤtte, die ſein Betragen bei dem Verhoͤre dem erſten Con⸗ ſul zu berichten hatten. Das Daſeyn des Briefes und die Thatſache der Auffangung deſſelben durch Talleyrand wird daher, ſo viel als moͤglich, durch den Charakter des angeblichen Verfaſſers und des Miniſters der auswaͤrtigen Angelegenheiten widerlegt. Allein dieß wird ferner nicht blos durch Gruͤnde a priori, ſondern auch unmittelbar und aus dem That⸗
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67. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 33. Theil (1828) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
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