77 mangelhaft, daß ſie nicht von dem Greffier, oder Secretaͤr des Gerichts unterzeichnet war.
Wir laſſen den Richtern die Gerechtigkeit wider⸗ fahren, zu glauben, daß die Lage des Angeklagten, wie ihre eigene ſie ſchmerzte; daß ſie Mitleid mit dem Schickſale des ungluͤcklichen Herzogs hatten und Scham und Schrecken daruͤber empfanden, daß ſie ſeine Moͤrder wurden. General Hullin machte noch einen Verſuch, das Gericht zu bewegen, den erſten Conſul von dem Geſuche des Gefangenen in Kennt⸗ niß zu ſetzen. Savary widerſetzte ſich ihm.„Es wuͤrde ungelegen ſeyn,“ ſagte dieſer Officier, der auf die Lehne des Praͤſtdentenſtuhls geſtuͤtzt, die Entſchei⸗ dung der Commiſſion bewacht und beherrſcht zu haben ſcheint. General Hullin verſtand den Wink, und ſagte nichts weiter.
Wir haben eine Copie von dem Urtheilsſpruche des Gerichtshofs gegeben. Sie war nicht die einzige. „Es wurden verſchiedene Entwuͤrfe dieſes Urtheils⸗ ſpruchs gemacht,“ ſagt Hullin,„unter andern der in der Rede ſtehende; allein als wir ihn unterzeichnet hatten, zweifelten wir(und mit gutem Grunde), ob er regelmaͤßig ſey, und hießen den Secretaͤr einen neuen ausfertigen, der hauptſaͤchlich auf einen Bericht
des Geheimenraths Real, und die Antworten des Prinzen gegruͤndet waͤre. Dieſer zweite Entwurf war der wahre, und haͤtte allein aufbewahrt werden ſollen.“


