92 Pallaſte an der Spitze der Abtheilung, die er befeh⸗ lige, ausziehen, an ſeiner Thuͤre erſcheinen, und ihn im Namen des öffentlichen Wohls auffordern wuͤrde, gemeinſchaftliche Sache mit ihm zur Vertheidigung der Freiheit und der beſchwornen Verfaſſung zu ma⸗ chen, ſo wolle er ſein Pferd mit ſeinen Adjutanten
beſteigen, ſich unter Moreau's Befehl begeben, die
Truppen anreden, und Buonaparte augenblicklich we⸗ gen ſeiner Deſertion von dem aͤgyptiſchen Heere und
ſeiner Verletzung der Verfaſſung durch die Annahme
eines Kommando's, das ihm bloß durch einen Theil
des geſetzgebenden Koͤrpers üͤbertragen wurde, alsbald verhaften und vor ein Kriegsgericht ſtellen zu laſſen.
Moreau, gebunden durch die Pflicht der Kriegszucht,
der zufolge er unter den Befehlen des Generals Buo⸗
naparte ſtand, willigte nicht in Bernadotte's Vor⸗
ſchlag, und der Letztere hielt ſich deßwegen nicht be⸗
fugt, ſich nach dem Luremburger Pallſte zu be⸗
geben.
Bernadotte hatte von— 10 Uhr Conferenzen mit Salicetti, Augerau, Jourdan, Gareau, und einem Dutzend der einflußreichſten Mitglieder des Raths der Fuͤnfhundert. Es wurde beſchloſſen, daß Verna⸗ dotte am naͤchſten Morgen zum Kommandanten der Garde des geſetzgebenden Koͤrpers und aller Truppen in der Hauptſtadt ernannt werden ſollte. Hierauf trennten ſie ſich; Salicetti eilte nach den Tuilerien,


