91 ſten Behandlung erliegend, lebten eine kurze Zei ihrem Klende⸗ bloß um den Tod langſam heranna zu ſehen. O Gott, Zeuge ihrer Unſchuld, waru wurdeſt du nicht ihr Raͤcher!
Mitten in dieſem allgemeinen Elende, mitte in dieſem Aechzen und Jammern dieſes unglückli 4 Volks ſiengen Sie jedoch an, die Fruͤchte ihrer An⸗ ſtreugungen zu genießen— Ehrenſtellen, Wüͤrden, 3 Penſionen, alles floß Ihnen zu. Ihr Gluͤck wuͤrde noch raſchere Fortſchritte gemacht haben, haͤtte nicht Du Barri Herrn von Choiſeul geſtuͤrzt, und Sie ei⸗ nes Beſchuͤtzers beraubt, der Ihre Verdienſte gehoͤ⸗ rig wuͤrdigte. Dieſer Schlag machte ſie nicht muth⸗ los; Sie lenkten Ihre Aufmerkſamkeit auf die Bu⸗ reaur. Sie fuͤhlten bloß die Nothwendigkeit einer groͤßern Emſigkeit. Dieſe ſchmeichelte den Beamten, Ihre Verdienſte wurden auf dieſe Art bekannt. Alle Ihre Wuͤnſche wurden erfaͤllt. Nicht zufrieden mit dem See Viguglia, verlangten Sie einen Theil der Laͤndereien vieler Gemeinden. Warum, ſagt man, waͤnſchten Sie dieſelben dieſer Laͤndereien zu berau⸗ ben? Ich frage melnerſeits, welche Ruͤckſicht haͤtten Sie auf ein Volk nehmen ſollen, von dem Sie ſich verabſcheut wußten?
Ihr Lieblingsplan war, die Inſel unter zehn Ba⸗ rone zu theilen. Wie! nicht zufrieden damit, daß Ste die Ketten ſchmieden halfen, womit Ihr Vater⸗ land gefeſſelt wurde, wuͤnſchten Sie es auch noch


