12⁵ beſchraͤnkten, und weder die Faͤhigkeiten, noch den thaͤtigen und raͤnkeſuͤchtigen Geiſt, den die Proteſtan⸗ ten der katholiſchen Prieſterſchaft beizulegen geneigt ſind, zeigten.
Daſſelbe Schiff, welches zu St. Helena den 18. September 1810 mit dieſen Seelenaͤrzten ankam, brachte den Dr. F. Antomarchi mit, den anatomiſchen Proſektor(d. i. Gehuͤlfen eines Profeſſors der Ana⸗
tomie) bei dem Spital von Saint Marie Neuve in
Florenz, der an die Stelle treten ſollte, welche Dr. O'Meara, und nach ihm Dr. Stokoe proviſoriſch, bei dem Gefangenen bekleidet hatten. Er behielt dieſes Amt bis zu Napoleons Tode, und ſein Bericht von ſeinen letzten Augenblicken, ein Werk von zwei Baͤn⸗ den, iſt, obgleich es weit weniger Scharfſinn verraͤth und minder anziehend iſt, als das des Las Caſes oder des Dr. O'Meara, doch nuͤtzlich und unterhal⸗
tend, in ſo fern es ſich auf die letzten Tage eines
ſo außerordentlichen Mannes bezieht. Dr. Antomar⸗ chi ſcheint bei Napoleon beliebt geweſen zu ſeyn, um ſo mehr, als er aus Korſika gebuͤrtig war. Er brachte auch Nachrichten von ſeiner Familte mit. Die Prin⸗ zeſſin Pauline Borgheſe hatte ſich erboten, ihn zu beſuchen.„Laßt ſie bleiben, wo ſie iſt,“ ſagte Na⸗ poleon,„ich moͤchte nicht, daß ſie Zeuge des entwuͤr⸗ digenden Zuſtandes wuͤrde, in den ich verſetzt bin,
ſo wie der Befchimpfungen, denen lch mich ausgeſetzt ſehe.. 4 3


