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des Dr. Baxter an; allein dieß wurde in Longwood als eine neue Beleidigung ausgelegt. Es wurde ſo⸗ gar als ein verdaͤchtiges Anerbieten betrachtet. Der Gouverneur ſuchte, ſagte man, dem Kaiſer ſeinen Leibarzt aufzudringen, ohne Zweifel, damit er ſein Leben beſſer in ſeiner Gewalt haben moͤchte. Auf der andern Seite wuͤnſchten die brittiſchen Miniſter ſehnlichſt, daß alles gethan wuͤrde, was in dieſem Punkte Klagen verhuͤten koͤnnte.„Sie koͤnnen die Wuͤnſche Sr. Majeſtaͤt nicht beſſer erfuͤllen,“ ſagt eine der Depeſchen des Lord Bathurſt au den Gou⸗ verneur,„als dadurch, daß Sie jede Maßregel er⸗ greifen, die Sie fuͤr geeignet halten, jedem gerech⸗ ten Mißvergnuͤgen von Seiten des Generals Buona⸗ parte, hiuſichtlich jeder wahren oder vermeinten Un⸗ zulaͤnglichkeit der aͤrztlichen Huͤlfe, vorzubeugen. Dr. Stockoe, Wundarzt an Bord des Eroberers⸗ wurde zunaͤchſt nach Longwood geruſen. Allein es entſpannen ſich Streitigkeiten zwiſchen ihm und dem Gouverneur, und nach wenigen Beſuchen wurde er ſeines Dienſtes bei Napoleon wieder entlaſſen. Nach dieſem Zeitpunkte druͤckte der Gefangene ſeinen Entſchluß aus, keinem engliſchen Arzte zu erlauben, ihn zu beſuchen, ſo gefaͤhrlich auch ſein Zuſtand ſeyn wuͤrde. In Folge deſſen ſchickte man eine Commiſſion nach Italien, um einen Arzt von Ruf in einem der Seminarien dieſes Landes zu er⸗ halten. Zu gleicher Zeit druͤckte Napoleon ein Ver⸗


