55
kelten, uͤber die wir in dem letzten Kapitel einige Nachrichten gegeben haben, bilden ungluͤcklicherweiſe die hervorſtechendſten Ereigniſſe in Napoleon's ſpaͤ⸗ terem Leben. Waͤhrend der fuͤnf Jahre und ſieben Monate, in welchen er auf der Inſel St. Helena lebte, traten wenige Umſtaͤnde ein, die Mannigfal⸗ tigkeit in den melancholiſchen Gang ſeines Lebens brachten, ausgenommen diejenigen, welche ſein Tem⸗ perament, oder ſeine Geſundheit angriffen. Die all⸗ gemeinen Urſachen, welche auf das erſtere einwirk⸗ ten, haben wir einigermaßen beleuchtet; von der letz⸗ tern werden wir ſpaͤter ſprechen. Unſer gegenwaͤr⸗ tiger Zweck iſt eine kurze und allgemeine Ueberſicht ſeiner perſoͤnlichen und haͤuslichen Gewohnheiten, waͤhrend er dieſen traurigen und einſamen Ort be⸗ wohnte.. Napoleon's Leben trug, bis ſeine Geſundheit abzunehmen begann, den regelmaͤßigſten und einfoͤr⸗ migſten Karakter. Da er ein ſehr gleichguͤltiger Schlaͤfer geworden war, vielleicht in Folge ſeiner Ge⸗ wohnheit, waͤhrend des thaͤtigen Tbeils ſeines Le⸗ bens, keine beſtimmte Zeit zur Ruhe feſtzuſetzen, waren die Stunden ſeines Aufſtehens ungewiß und hingen von der Ruhe ab, die er waͤhrend des fruͤ⸗ hern Theils der Nacht genoſſen hatte. Es war el⸗ ne Folge dieſer Unregelmaͤßigkeit, daß er waͤhrend der Tageszeit gelegentlich auf ſeinem Ruhebette oder in ſeinem Armſtuhle auf einige Augenblicke in Schlaf


