Teil eines Werkes 
104. Band, Robin der Rothe : 5. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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84 habt's lange anter den Haͤnden gehabt, aber jede Bohne hat ihr Fleckchen und jeder Weg ſeine Pfuͤze, und es wird

Euch wohl ziemen, von nun an ans Ende des Tiſches zu

ſizen, wo Andreas lange genug geweſen iſt.“

Nicht ohne Muͤhe wies ich die Voreiligkeit des Bur⸗ ſchen in ihre Schranken, erklaͤrte dem alten Diener, auf welches Recht ich meinen Anſpruch gruͤnde, und verlangte in das Schloß als in mein Eigenthum eingelaſſen zu wer⸗ den. Syddall ſchien ſehr bewegt und bekuͤmmert zu ſeyn, und zeigte troz ſeines demuͤthigen, unterwuͤrfigen Tons of⸗ fenbares Widerſtreben, mich einzulaſſen. Ich hatte Nach⸗ ſicht mit dieſer ſehr natuͤrlichen Aufregung ſeiner Gefuͤhle,

die dem alten Manne Ehre machten, beſtand aber feſt dar⸗

auf, eingelaſſen zu werden, und erklaͤrte ihm, daß ſeine Weigerung mich noͤthigen würde, richterliche Huͤlfe aufzu⸗ fordern.

„Wir kommen dieſen Morgen vom Friedensrichter Ing⸗ lewood,“ ſagte Andreas, um die Drohung zu verſtaͤrken, „und ich habe, wie ich vorbei kam, den Konſtabel Rutledge geſehen,— das Land iſt nicht mehr geſezlos, Herr Syddall, wie es geweſen iſt, man laͤßt die Rebellen und Papiſten nicht mehr hauſen, wie ſie moͤgen.“

Die Drohung mit richterlicher Huͤlfe toͤnte ſchrecklich tinu

den Ohren des alten Mannes, der wohl wußte, daß er ſeibſt wegen ſeiner Religion und ſeiner Anhaͤnglichkeit an Sir Hildebrand und ſeine Soͤhne verdaͤchtig war. Unter Furcht und Zittern oͤffnete er ein Nebenpfoͤrtchen, das mit vielen Riegeln und Stangen verſchloſſen war, und ſprach demuͤthig eine Hoffnung aus, daß man ihm die Treue in Erfüllung ſeiner Dienſtpflicht nicht zum Fehler aurechnen