Teil eines Werkes 
104. Band, Robin der Rothe : 5. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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abzukuͤrzen, loͤste mein Vater nach dem Rathe ſeines An⸗ walds gewiſſe anſehnliche Pfandſchaften ein, die auf dem Schloſſe Osbaldiſtone hafteten, und trug ſie auf mich uͤber. Die guͤnſtige Gelegenheit, einen greßzen Theil des bedeu⸗ tenden Gewinns, der ihm durch das ſchnelle Steigen der Staatspapiere nach der Unterdruͤckung des Aufſtands zu Theil geworden war, und die kurzlich gemachte Erfahrung uͤber die Gefahren des Handels ermunterten ihn vielleicht, einen betraͤchtlichen Theil ſeines Vermoͤgens auf dieſe Weiſe anzulegen. Doch dem ſey⸗ wie ihm wolle, ſtatt mich in die Schrelbſtube zu ſetzen, wie ich erwartete, und wozu ich ihm meine Bereitwilligkeit erklaͤrt hatte, ſandte er mich nach Osbaldiſtone⸗Hall, um als Erbe und Repraͤſen⸗ tant der Familie davon Beſitz zu nehmen. Von dem Frie⸗ densrichter Inglewood ſollte ich die Urſchrift des Teſtaments empfangen, und alle noͤthigen Maaßregeln ergreifen, um mir den rechtlichen Beſitz zu ſichern.

Zu einer andern Zeit wuͤrde mich dieſe veraͤnderte Be⸗ ſtimmung ungemein erfreut haben, jetzt aber knuͤpften ſich manche peinliche Erinnerungen an Osbaldiſtone⸗Hall. Doch glaubte ich allein in jener Nachbarſchaft etwas von Diana Vernons Schickſal erfahren zu koͤnnen. Ich hatte Grund zu der Befuͤrchtung, es moͤchte ganz anders ſeyn, als ich wuͤnſchte. Ich konnte kein Licht erhalten uͤber ihr Schick⸗ ſal. Vergebens hatte ich mich bemuͤht, durch thaͤtige Be⸗ weiſe von Theilnahme mir das Vertrauen einiger entfern⸗ ten Verwandten zu erwerben, die ſich unter den Gefange⸗ nen in Newgate befanden. Ein Stolz, den ich nicht ver⸗ dammen konnte, und ein ſehr begreiflicher Verdacht gegen den Wyig, Franz Osbaldtſtone, den Vetter des doppelten Verraͤthers Raſyleigh verſchloß jedes Herz und jede Zunge,