Teil eines Werkes 
104. Band, Robin der Rothe : 5. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
Einzelbild herunterladen

30. Haus. Meine Augen ſuchten in den rauchigen Winkeln nach Diana und ihrem Gefaͤhrten, ſie waren aber nirgendsn zzu ſe⸗ hen, und ich fühlte, daß Erkundigungen von meiner Seite geheime Beweggründe verrathen würden, die beſſer verborgen blieben. Das einzige bekannte Geſicht, das ich traf, war mein Freund Jarvie, der in einem Stuhl am Fauer ſaß, und mit einer Art von zurückhaltender Würde Röbins Willkom⸗ men, deſſen Entſchuldigungen über die wenig gemächliche Lage, worin er ihn fand, ſo wie die Erkundigungen mnach ſeinem Befinden aufnahm.

Ich bin ziemlich wohl, Vetter, ſagte er ganz leidlich, ich danke Euch, und was die Bequemlichkeiten betrifft, ſo kann man eben ſeine vier Pfähle nicht mit ſich führen, wie eine Schnecke ihr Haus. Ich bin froh, daß Ihr den Hän⸗ den Eurer Widerſacher entgangen ſeld. an

Nun, nun, antwortete Robin;laßt es Euch nicht kümmern, Ende gut, alles gut, kommt, laßt uns eins trinken, Euer Vater, der Zunftmeiſter, ſchlugs nie aus, wenn er eine übrige Stunde hatte.

Mag ſein, Robin, wenn er müde war, und das i heute bei mir mehr, wie je der Fall. Aber, fuht er fort, und füllte langſam einen nicht ganz kleinen hölzernen Be⸗ cher,er war im Trinten ein mäßiger Mann, wie ich ſelbſt. Auf Eure Geſundheit, Robin, und Eure Wohlſahrt hier und dort! Auch meine Baſe Helene ſoll leben, und Eure bei⸗ den hoffnungsvollen Jungen, wovon nachher mehr.

Mit dieſen Worten trank er ſeinen Becher ſehr eruſt und bedächtig aus, Mac Gregor aber gab mir einen ſpotti⸗ ſchen Wink wegen des Anſehens von Weisheit vnd Ueberle⸗ genheit, das der Rathmann gegen ihn im Geſpräche jezt, wo Robin an der Spize ſeines bewaffneten Clans ſtand, eben ſo