Teil eines Werkes 
104. Band, Robin der Rothe : 5. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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jaeobitkſcher Verrätherei, dem ihr Oheim einen heimlichen Aufenthalt im Schloſſe gewährte. Andere Maͤdchen laſſen ſich durch Gold gewinnen, oder durch Eitelkeit ihrer erſten

Liebe untren machen, aber Diana hatte meine und ihre Nei⸗

gung aufgeopfert, um das Schickſal eines verzweifelten Abenteurers zu theilen, um in mitternäͤchtlichen Wildniſſen die Schlupfwintel von Freibeutern außuſuchen, ohne eine beſſere Hoffnung auf Rang und Glück, als ſie der linattiſche Scheinkönig zu geben vermochte.

Ich will ſie, ſagte ich,wo moͤglich noch wiamal ſe⸗ hen. Ich will als Freund, als Verwandter mit ihr reden über die Gefahr, der ſie ſich ausſetzt, ich will ihr die Flucht nach Frankreich erleichtern, wo ſie auf angenehmere, anſtändigere Weiſe und mit mehr Sicherheit den Ausgang der Unruhen abwarten kann, die der Betrüger, mit welchem ſie ihr Schickſal vereinigt hat, zweifelsohne zu erregen be⸗ ſchäftigt iſt.

Ich muß alſo glauben, ſagte ich nach der Pauſe von einigen Minuten zu Mac Gregor,daß Seine Excellenz, wie Ihr ihn nennt, im Schloſſe Osbaldiſtone zu eben der Zeit ſich aufhielt, wie ich.

Ganz gewiß, und im Zimmer der jungen Dame, wie

es auch am beſten war, ſagte Robin. Dieſe freiwillige

Mittheilung erhöhte noch die Bitterkeit meiner Empfindung. Wenige aber wußten, fuhr er fort,daß er hier verſteckt

ſei, außer Raſhleigh und Sir Hildebrand. Von Euch konnte

die Rede nicht ſein, und die andern Jungen hatten nicht Wiz genug, die Katze von der Milch zu jagen. Aber es iſt ein hübſches altväteriſches Haus, und was ich beſonders daran bewunderte, das ſind die vielen Höhlen und Löcher und Verſtecke., Ihr könnt da zwanzig, dreißig Mann in ei⸗