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ſeht, mein theurer Vetter, ich war zu Eurem guten Engel geboren. Raſhleigh wurde gezwungen, ſeinen Naub abzu⸗ geben, und haͤtten wir in der letzten Nacht Aberfoil er⸗ reicht, ſo haͤtte ich wohl irgend einen dienſtbaren Geiſt aus dem Hochlande gefunden, der Euch dieſe Stellvertreter des Handelsreichthums zugeweht haͤtte. Aber es waren Rie⸗ ſen und Drachen im Wege, und irrende Ritter und Damen der neuern Zeit, ſo kuͤhn ſie auch ſeyn moͤgen, muͤſſen nicht, wie ehemals, ſich in unnoͤthige Gefahr begeben. Thut auch Ihr dies nicht, mein lieber Vetter.“—
„Diana,“ ſagte ihr Begleiter,„ich warne Euch noch einmal, es wird ſehr ſpaͤt, und wir haben noch weit nach Hauſe.“ 5
„Ich komme, ich komme,— bedenkt doch,“ ſetzte ſte mit einem Seufzer hinzu,„wie ſpaͤt ich erſt an ſolche Einſchraͤnkung gewohnt wurde,— uͤbrigens habe ich ja
auch meinem Vetter das Packet noch nicht gegeben,— und
ihm Lebewohl geſagt— fuͤr immer.— Ja, Franz,“ ſagte ſie,„fuͤr immer, es iſt eine Kluft zwiſchen uns,— ein Abgrund des gewiſſen Verderbens,— wohin wir auch ge⸗ hen, Ihr duͤrft uns nicht folgen,— was wir auch thun, Ihr duͤrft nicht Theil daran nehmen.— Lebt wohl— ſeyd gluͤcklich.“ 1 Als ſie ſich von ihrem hochlaͤndiſchen Pferdchen herab beugte, beruͤhrte ihr Geſicht, vielleicht nicht ganz wider Willen, das meinige.— Sie druͤckte meine Hand, waͤhrend eine Thraͤne aus ihrem Auge auf meine Wange fiel. Es war ein unvergeßlicher Augenblick, unausſprechlich bitter, und doch verſchmolzen mit einem ſo ianig ruͤhrenden, fuͤßen Wonnegefuͤhle, daß noch einmal alle Empfindungen meines Herzens ſich ergoßen. Es war nur ein Augen⸗ blick,
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