. 6 3 Handpferd. Wir waren ſo dicht von Soldaten umringt, als die Breite des Wegs nur immer erlaubte, und we⸗ nigſtens einer, wo nicht zwei, hatten auf jeder Seite im⸗ mer die Piſtolen in der Hand. Andreas, mit einem hoch⸗ laͤndiſchen Klepper verſehen, den man irgendwo erbeutet hatte, ritt unter den Dienſtboten, welche in großer Anzahl dem Zuge der Miliz folgten.
Auf dieſe Weiſe zogen wit eine Strecke fort, bis wir an den Ort kamen, wo auch wir den Forth uͤberſchreiten mußten. Der Forth, der aus einem See ſtroͤmt, iſt auch bei geringer Breite ziemlich tief, und den Eingang zur Furth machte eine rauhe ſteile Schlucht, wo nut ein Rei⸗ ter auf einmal hinabgehen konnte. Dieß verurſachte eine bedeutende Zoͤgerung, und ſelbſt Verwirrung, da mehrere Reiter, die nicht zum eigentlichen Geſchwader gehoͤrten, ſich an die Furth draͤngten, und ſo die Milizreiterei, die ſonſt ziemlich gut geuͤbt war, gleichfalls in einige Unord⸗ nung brachten.
Als wir ſo am Ufer zuſammengedraͤngt waren, hoͤrte ich, wie Robin dem Manne, hinter dem er ſaß, die Worte zufluͤſterte:„Euer Vater, Ewan, haͤtte fuͤr alle Herzege
der Chriſtenheit einen alten Freund nicht ſo, wie ein Kalb, zur Schlachtbank gefuͤhrt.“
Ewan antwortete nicht, aber ſein Achſelzucken deutete an, daß es nicht mit ſeinem Willen geſchehe.
„Und wenn die Mac Gregors das Thal herabkommen, und Ihr ſeht die leeren Schaafſtelle, den blutigen Heerd und das Feuer zu Eurem Dache herausſchlagen, ſo werdet Ihr daran denken, waͤre Euer Freund Robin an der Spitze, ſo wuͤrde alles ſicher ſeyn, was Ihr mit ſchwerem Herze⸗ leid verliert.“ 1


