Teil eines Werkes 
103. Band, Robin der Rothe : 4. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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81 Weg vorhielt, auf dem er die Truppe fuͤhre, ſo antwor⸗

tete er muͤrriſch, er habe den Weg nicht ſelbſt gemacht,

und wenn die Herrn große Straßen liebten, ſo haͤtten ſie zu Glasgow bleiben ollen.

Alles das ließ ſich hoͤren, und wir ſetzten unſern Weg fort, gegen den See, auf deſſen ſcoͤne Waſſerflaͤche wir wegen des dichten Geyoͤlzes nur hie und da einen Biick hatten werten koͤnnen. Jetzt aber verließ der Weg ploͤtz⸗ lich den Wald, zog ſich am Ufer des Sees hin, und ge⸗ wahrte uns den vollen Anblick des weiten Spiegels, der,

da kein Luftchen ſich regte, in ſtiller Pracht die hohen dun⸗

keln Halbeberge, vie maͤchtigen grauen Felſen und die wild⸗ bewachſenen Ufer zuruͤckwarf, die ihn umſchloßen. Die Huͤ⸗ gel ſenkten ſich jetzt ſo nahe an das Ufer herab, und waren ſo zerriſſen und ſteil, daß gerade nur der ſchmale Pfad, auf dem wir zogen, uͤbrig blieb; uͤber demſelben hlengen Felſen, von welchen aus wir blos durch herabge⸗ rohte Steine haͤtten vernichtet werden koͤnnen, ohne daß es uns moͤglich geweſen waͤre, Widerſtaad zu leiſten. Da⸗ bei wand ſich der Weg um jeden vorſpringenden Huͤgel, um jede Bucht, daß wir ſelten etliche hundert Schritte vor uns ſehen konnten. Der Befehlshaber ſchien daruͤber etwas beunruhigt, wie der wiederholte Befehl an die Soldaten, auf ihrer Hut zu ſeyn, und die vielen Bedro⸗ hungen Dougals mit augenblicklichem Tode bewiefen, falls er ſie einer Gefahr ausgeſetzt haͤrte. Dougal nahm dieſe Drohungen mit ſtumpfer Gefuͤhlloſigkeit auf, die ſowohl in dem Bewußtſeyn ſeiner Unſchuld, als in einer Kördiſchen Eutſchloſſenheit ihren Grund haben konnte.

Wenn die Herren den rothen Gregaragh luchen, W. Seott's Werke. CIII. 6