Teil eines Werkes 
103. Band, Robin der Rothe : 4. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
Einzelbild herunterladen

23

habt. Das iſt aber verhaͤltnißmaͤßig nur ein kleiner Verluſt Eures Vaters, obgleich es das meiſte ſeyn moͤchte, was Raſhleigh dabei gewinnt. Die Papiere, die er mitgenom⸗ men hat, ſind fuͤr ihn nicht mehr werth, als daß er die Pfeife daran anzuͤndet. Er verſuchte, ob Mac Vittie und Comp. ihm Geld daraufgeben wuͤrden, das weiß ich von meinem alten Schreiber Wylie, aber die ſchlauen Fuͤchſe wollten nichts davon wiſſen, und ſpeisten ihn mit ſchoͤnen Worten ab. Raſhleigh Osbaldiſtone iſt in Glasgow zu gut gekannt, als daß man ihm traute; denn er iſt im Jahr 1707 in Angelegenheiten der Jacobiten und Papiſten ſchon einmal hier geweſen, und hat Schulden zuruͤckgelaſſen. Nein, nein, er kann die Papiere hier nicht los werden, man traut ihm nicht, wie er dazu kam. Nein, nein, er wird ſie noch alle in einer der Veſten in den Hochlanden haben, und ich glaube faſt, mein Vetter Rob koͤnnte ſie bekommen, wenn er wollte.

Aber moͤchte er wohl geneigt ſeyn, uns in dieſer Noth zu dienen, Herr Jarvie? Ihr habt ihn als einen Unter⸗ haͤndler der jakobitiſchen Parthei beſchrieben, in deren Plane er tlef verflochten ſeyn ſoll; wird er geneigt ſeyn, um mei⸗ netwillen, oder, wenn Ihr wollt, um der Gerechtigkeit wil⸗ len, die Papiere mir zuruͤckzugeben, wenn dieß auch in ſei⸗ ner Gewalt ſeyn ſollte, da dieſelben, Eurer Anſicht zufol⸗ ge, ſo nothwendig zur Ausfuͤhrung jener Plane ſind?

Das kann ich nicht genau ſagen, die Großen un⸗ ter ihnen trauen Rob nicht ganz, und er ihnen nicht, er iſt eng befreundet mit der Familie Argyle, und waͤre er nicht in ſo bedraͤngten Umſtaͤnden, ſo traͤte er lieber auf die Seite von Argyle, als von Breadalbane, denn es iſt eine alte Abneigung zwiſchen der Familie Breadalbane und