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kraͤfte ſich den Vortheil der Uebermacht, der ihm im Ganzen genommen absging, wenigſtens auf irgend einem entſcheidenden Punkte zu verſchaffen ſuchen. Er bot die Truppeu des Rheinbundes und die des Koͤnigs von Sachſen auf. Er rief viele von den Truppen, die bereits auf dem Marſche nach Spanien begriffen waren, zuruͤck, verſchob aber, indem er dieſes that, die Unterjochung dieſes Landes, die, wie wir ſehen werden, eben darum ſpaͤter ganz aufgegeben werden mußte. In Deutſchland ſtanden bereits die Korps von Davoust und Oudinot. Dazu kamen noch die franzöſiſchen Beſatzungen in Preußen und im noͤrdlichen Deutſchland, die gleichfalls ins Feld ruͤcken mußten; und doch waren alle dieſe vereinigten Streit⸗ kraͤfte um Vieles geringer, als die des Erzherzogs Karl. G
Am 9. April 1809 ging der Erzherzog uͤber den Inn; und ſo eroͤffnete Oeſterreich ſeinen Kampf mit Frankreich zum zweiten Mal durch eine Ueberziehung von Deutſchland. Man verſprach ſich dabei etwas von dem allgemeinen Mißvergnuͤgen, das unter den Deutſchen, beſonders in den Staaten des Rheinbun⸗ des, herrſchte, und von ihrem Haſſe gegen ein Syſtem, wodurch ſie bei jeder Gelegenheit zu Werkzeugen der franzoͤſiſchen Politik wurden. Der Erzherzog verſicherte in ſeinem Maniſeſt, die Sache ſeines Bruders ſey die Sache der Unabhaͤngigkeit aller Staaten, nicht der


