und die Patrioten wurden mit großem Verluſte ge⸗ ſchlagen.
„Nur zu haͤufig ließen ſich bei dieſer Gelegenheit die Sieger die groͤste Grauſamkeit zu Schulden kom⸗ men, und thaten dadurch der Sache, fuͤr welche ſie den Sieg erſochten hatten, weſentlichen Schaden. Sie wollten in den Spaniern, die ſich einem fremden Joche und einem eingedrungenen Koͤnige mit den Waf⸗ fen in der Hand widerſetzten, nur Rebellen ſehen, und beſtraften die Gefangenen, die ihnen in die Haͤnde fielen, als ſolche mit dem Tode; die Doͤrfer, wo ſie Widerſtand fanden, wurden der zuͤgelloſen Wuth der Soldaten preisgegeben, die kein Geſchlecht noch Alter ſchonten. Vielleicht mochten ſich die Franzoſen erin⸗ nern, daß einige Beiſpiele einer ſolchen blutigen Strenge im Anfang der italieniſchen Feldzuͤge die In⸗ ſuͤrgenten in der Lombardei entwaffnet, und die von Napoleon gegen die Oeſterreicher erfochtenen Vortheile geſichert hatten. Aber in Spanten war das Reſultat ein ganz anderes. Jede Grauſamkeit dieſer Art mußte als eine neue Unbild geraͤcht werden, und ward als eine ſolche von einer Nation aufgenommen, die weger ihrer Verſoͤhnlichkeit zu keiner Zeit beruͤhmt war. Die Kranken, die Verwundeten, die vielen Nachzuͤgler der franzoͤſiſchen Armee wurden, wenn ſie den Spaniern in die Haͤnde fielen, was haͤufig geſchah, mit barba⸗ iſcher Grauſamkeit behandelt; durch dieſe Wiederver⸗ geltung wurden die Herzen beider Pandaltn verhaͤrtet
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