—
1²³
Aufwartung in Longwood, und wurde mit einem je⸗ ner berechneten Ausbruͤche wuͤthender Leidenſchaft empfangen, mit denen Napoleon den Muth derer, uͤber die er einen Einfluß zu erlangen wuͤnſchte, auf die Probe zu ſtellen und ihre Nerven zu erſchuͤttern pflegte. Er erklaͤrte, daß er gegen den Pariſer Ver⸗ trag proteſtire, und fragte, welches Recht die hier⸗ bei vereinigten Souveraͤne haben, uͤber eine Perſon zu verfuͤgen, die ſtets ihres Gleichen und oft ihr Oberer geweſen ſey. Er forderte von dem Gouver⸗ neur Tod oder Freiheit,— als ob es in der Gewalt des Sir Hudſen Lowe geſtanden haͤtte, ihm das eine oder das aͤndere zu gewaͤhren. Sir Hudſon ſprach von n Bequemlichkeiten des Gebaͤudes, das aus England geſchickt werden ſollte, um dem gegenwaͤr⸗ tigen Mangel an Bequemlichkeit abzuhelfen. Buo⸗ naparte wies den angefuͤhrten Troſtgrund wuͤthend zuruͤck. Nicht ein Haus beduͤrfe er, ſondern einen Henker und einen Strick. Dieß wuͤrde er fuͤr eine Gunſt halten; alles Uebrige ſey blos Hohn und Schimpf. Sir Hudſon Lowe konnte in Erwiederung deſſen bloß hoffen, daß er ihm keine perſoͤnliche Be⸗ leidigung zugefuͤgt habe, und— wurde an ſeine Mu⸗ ſterung der Bedienten erinnert; ein Vorwurf, den er ſtillſchweigend anhoͤrte. 3 Kurz darauf verfiel Napoleon auf eine neue und beißende Methode, Sir Hudſon Lowe's Geduld zu aͤben. Ein Buch uher den Feldzug von 1814 lag auf


