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Was wir oben angegeben haben, wird durch Na⸗ poleons Aufnahme des Sir Hudſon Lowe beſtaͤtigt, gegen den er gleich bei der erſten Zuſammenkunft, und ehe der Gouverneur ſich des geringſten Mangels an Achtung gegen ihn hatte ſchuldig machen koͤnnen, die heftigſten Vorurtheile gefaßt zu haben ſcheint. Wir fuͤhren dieß als Beweiß davon an, daß der Gefangene geneigt war, Sir Hudſon zu reizen und zu mißhandeln, ohne auf eine Ausforderung von ſeiner Seite zu warten.
Der erſte Angriff des Gouverneurs(als ſolcher
dargeſtellt) war der Umſtand, daß er den Gene⸗ ral Buonaparte um Erlaubniß bat, ſeine Be⸗
dienten zuſammenzurufen, um ihnen die von der.
britiſchen Regierung verlangte Erklaͤrung abzufordern, durch die ſie ſich verpflichten mußten, den zur Be⸗ wachung der Perſon Buonaparte's feſtgeſetzten Re⸗ geln treu zu bleiben. Dieſe Erlaubniß wurde in hoͤchſt uͤbermuͤthigen Ausdruͤcken verweigert. Wenn Napoleon in den Tullerien geweſen waͤre, ſo haͤtte ein ſolches Geſuch nicht ſtrenger geahndet werden koͤnnen. Die Bedienten erſchienen jedoch und leg⸗ ten die verlangte nothwendige Erklaͤrung ab. Allein der Schimpf wurde nicht vergeſſen!„Sir Hudſon Lowe hatte ſeinen Finger zwiſchen Napoleon und ſelnen Kammerdiener gelegt.“ Dieß geſchah am 27. Julius 1816. Den 30. machte der Gonverneur wlederum ſeine


