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Der Bellerovhon hatte kaum die Anker ausge⸗
worfen, als von dem Admiral Lord Keith Befehle ankamen, die bald nachher durch andere von der Ad⸗ miralitaͤt unterſtuͤtzt wurden, des Inhalts, daß es
Niemand, von welchem Rang oder Stande er auch feyn moͤge, erlaubt werden ſolle, an Bord des Bel⸗
lerophon zu kommen, ausgenommen die zum Schiffe gehoͤrigen Offiziere und Leute. Den 26. erhielt das Schiſf den Befehl, ſich nach dem Sund von Plymonth umzuwenden.
„Inzwiſchen verbreiteten bie Zeitungen, die an Bord gebracht wurden, Aengſtlichkeit und Beſtuͤrzung 4
unter den ungluͤcklichen Fluͤchtlingen. Dieſe periodi⸗
ſchen Blaͤtter brachten allgemein die Nachricht in um⸗
lauf, daß man Napoleon nicht erlauben werde, an das Land zu ſteigen, ſondern ihn augenblicklich nach St. Helena, als dem ſicherſten Platze zu ſeiner Haft
als Kriegsgefangener, abſchicken werde. Napoleyn ſelbſt wurde beſtuͤrzt, und von dem aͤngſtlichen Wun⸗— ſche beſeelt, Lord Keith zu ſehen, der ſeine Dank⸗ barkeit fuͤr eine Guͤte geaͤußert hatte, die der Kaiſer ſeinem Neffen, Kapitain Elphinſtone beim 7ten Hu⸗ ſaren⸗Regiment, als er bei Waterloo verwundet und
zum Gefangenen gemacht worden war, erwieſen hatte.
Eine ſolche Zuſammenkunft hatte demzufolge zwiſchan dem edlen Admiral und dem vormaligen Kaiſer den 28. Julius Statt, ohne jedoch Reſultate von Wichs tigkelt herbeizufuͤhren, da Lord Keith damals mit


