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mung Naxpoleons gaͤnzlich unbekannt war. Eine der letzten Bemerkungen, die Las Caſes machte, ehe er das Schiff verließ, war dieſe: Unter dieſen Umſtaͤn⸗ den zweifle ich wenig, daß Sie den Kaiſer an Bord des Bellerophon ſehen werden, und Napoleon muß ich in der That zu dieſem Schritte entſchloſſen ha⸗ en, ehe Las Caſes an Bord kam, da ſein Brief an Se. koͤnigl. Hoheit den Prinz⸗Regenten vom 13ten Julius, dem Tage vor dieſer Unterredung, datirt iſt.“
Der Graf Las Caſes ſchildert die Einzelnheiten des Vorgangs auf eine faſt aͤynliche Weiſe, jedoch mit einer uͤbertriebenen Farbengebung und einer ſi⸗ cherlich unrichtigen Anordnung der Daten. Es muß auch bemerkt werden, daß Graf Las Caſes ſeine Be⸗ kanntſchaft mit der engliſchen Sprache verhehlte, und wenn daher zwiſchen ihm und dem Kapitain Malt⸗ land, der nur mit Muͤhe franzoͤſiſch ſprach, ein Miß⸗ verſtaͤndniß Statt fand, ſo hatte er ſich ſelbſt inſo⸗ weit die Schuld davon beizumeſſen. Von dem Be⸗ ſuche an Bord des Bellerophon den 10ten ſagt der Graf, nacdem er in Berreff des Geſuchs wegen der Reiſepaͤſſe daſſelbe, was Kapitain Maitland berich⸗ tet hat:„Man rieth uns, nach England zu gehen, und verſicherte uns, wir haben daſelbſt keine ſchlimme Behandlung zu befuͤrchten.“*)
Am I4ken, als am Tage ſeines zweiten Beſuchs, wurden, ſagt er, die Einladung, nach England zu ge⸗ hen, und die Bedingungen, nach welchen ſie anem⸗ pfohlen wurde, wiederholt.„Kapitain Maitland,“ ſagt er,„erklaͤrte ihm, daß, wenn der Kaiſer ſich ſo⸗ Pleich entſchließe, ſich an Bord des Bellerophon zu
egeben, er bevollmaͤchtigt ſey, ihn aufzunehmen und nach England zu fuͤhren.“ Dieß iſt ſo ausgedruͤckt, daß es den Leſer auf den Glauben bringt, der Ka⸗
*)„II nous fut suggeré de nous rendre en Angleterre. et af- firmé qw'on ne anpait craindre aucun mauvais traite- ment.“ Journal de Las Cases, Tom. Imieère, Partie Imieère, P. 28. 3


