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63. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 29. Theil (1828) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
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gefliſſentlich in Umlauf geſetzt wurden. Eine dieſer Luͤgen ſteht in ſeinem eigenen Bulletin, ſie ſchreibt den Verluſt der Schlacht einem paniſchen Schrecken zu, der durch den Verrath einiger unbekannten Per⸗ ſonen, welche das Geſchrei:Sauve qui peut! er⸗ hoben, verbreitet worden ſey. Eine zweite Luͤge, die in Paris ſchnellen Glauben fand, war, daß die vier Bataillons alter Garde, die letzten, welche noch einen Schein von Ordnung beibehielten, eine Auf⸗ forderung zur Uebergabe mit dem großherzigen Rufe beantworteten:die Garde kann ſterben, aber nicht weichen! Eine Edition dieſer Geſchichte ſetzt noch hinzu, daß die Batatllons darauf ſich halb einwaͤrts gekehrt und ihre Muskeren einander vor die Bruſt abgefeuert haͤtten, um ſich vom Tod durch die Haͤnde der Englaͤnder zu retten. Weder die Angabe, noch die vorgebliche Selbſtaufopferung der Garde iſt auch nur im Geringſten begruͤndet. Cambrone, dem die⸗ ſer Ruf in den Mund gelegt wurde, gab ſeinen De⸗ gen ab als Gefangener; und das kriegeriſche Be⸗ nehmen der franzoͤſiſchen Garde findet ein beſſeres Lob in der unbeſtrittenen Wahrheit, daß ſie mit dem ſtandhafteſten Muthe bis zum letzten Augenblick kaͤmpften, als darin, daß man ihnen zumuthet, ſie haͤtten ſich auf dem verlornen Schlachtfelde ſelbſt Regimenterweiſe umgebracht. Auf jedes Attribut tapferer Maͤnner haben ſie die gerechteſten Anſpruͤ⸗ che, es iſt aber kein Kompliment fuͤr ſie, wenn man